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Krausestr. 17 Schönebeck 39218 DE

Gräfin und

GRAF VON EHRENBERG

Infos und Bilder von Schönebeck und Umgebung

Die Sprengstoff- und Munitionswerke Schönebeck. Es begann mit der ...

... Zündhütchen Fabrik Sellier & Bellot

1770  

wurde Pierre Daniel Louis Sellier in

Paris geboren

1825

kauft er in Prag Grund und Boden für

eine Fabrik für Zündhütchen

1825

05.08. erhält er das Patentrecht zur

Herstellung von Kupferzündhütchen

für Perkussionsgewehre für das Gebiet

Österreich-Ungarn

1826

17.02. Der Franzose Jean Maria
Nikolaus Bellot wird Miteigentümer
der Zündhütchen Fabrik.
Die Firma Sellier & Bellot durfte aber
nur 12 Lot Knallquecksilber (ca. 154
Gramm) pro Tag herstellen.

1829

kommt Sellier nach Schönebeck, weil es

in Prag nicht erlaubt war mehr als die

200g Knallquecksilber pro Tag zu

produzieren. Ausschlaggebend war die

günstige Lage der Stadt Schönebeck an

der Elbe.Vorteilhaft war auch, dass es

in Schönebeck die Königl.-Preußische-

Chemiefabrik gab, die Salpetersäure

produzierte. Die Säure war der

wichtigste Bestandteil der Zünd-

Hütchen Fabrikation. Die Elbe war

zudem die beste Verbindung zum

Überseehafen Hamburg. Preußen

hatte großen Bedarf an Munition.

Sellier & Bellot stellen einen Antrag

auf die Errichtung eine Zündhütchen-

Fabrik beim Schönebecker Magistrat

1843

war Sellier & Bellot die drittgrößte

Firma im Regierungsbezirk

Magdeburg

1848

kam es zu einer Knallquecksilber-

Explosion. Danach wurde ein zweiter

Standort in Groß Salze an der

Magdeburger Straße errichtet.

1898

wird die Norddeutsche Munitions-

Fabrik als zweite Munitionsfabrik in

Schönebeck gegründet. Sie befand sich

auf dem Gelände Welsleber- und Otto-

Straße (Valentin-Feldmann-Straße)

1902

geht diese Munitionsfabrik in Konkurs

und wird als Munitionswerke

Schönebeck weiter geführt

1920

übernimmt die Lignose AG die

Munitionswerke

1922

wird die Zündhütchen- und

Patronenfabrik Zweigniederlassung

der österreichischen Waffenfabrikation

Wien

1924

endet die Produktion an diesem

Standort

1926

werden die ehemaligen Sellier &

Bellot-Werke Eigentum der Steyr-

Werke Wien

1930

werden sie Eigentum der

österreichischen Firma Hirtenberger

1933/34

wird der Betrieb Eigentum der IG

Farben

1934

die Fabrikgebäude Munitionswerke

Schönebeck werden abgerissen und an

deren Stelle die Häuser für die

Belegschaft der Lignose-Fabrik erbaut.

Das noch erhaltene ehemalige

Verwaltungsgebäude in der

"Märchensiedlung" wird jetzt als

Einrichtung des Paritätischen

Wohlfahrtsverband genutzt

1947

Die Fabrik an der Magdeburger Straße

wird als Reparationsleistung durch die

Sowjetunion demontiert und das

Gelände an der Magdeburger Straße

durch das sowjetische Militär besetzt

1948 

wird der Betrieb enteignet und wie die

ehemalige Lignose der VVB Organa

zugeordnet

1949

Vereinigung der Betriebe zum VEB

Sprengstoffwerk I. Die Munition wird

Produktionsbereich IV.

1991

Aufspaltung des Betriebes in SK Jagd-

und Sportmunition GmbH

1992

Privatisierung der SK durch die Firma

Lapua

1998

Integration in den norwegisch-

schwedisch-finnischen Nammo-

Konzern

2002

SK wird Europas größter Herstelle für

Kleinkalibermunition

2004

Umbenennung der Firma in Lapua

GmbH

2013

Umbenennung der Firma in Nammo

Schönebeck GmbH

Quelle: Munitionsfertigung in Schönebeck/Elbe, K.-H. Pape, Dr. G. Plenikowski, Volksstimme 18.11.2017